I borghi più belli d’Italia: Das sind die schönsten Orte Italiens

Um die Schätze der Regionen zu kennen, gibt es eine Hitliste der schönsten Orte. Ein Vertreter davon macht uns besonders stolz.

Blick auf das Wahrzeichen der Stadt Sterzing: Der Zwölferturm zieht die Blicke von nah und fern auf sich.

Die schönsten Orte Italiens liegen verstreut im Land, von Apulien über das Latium bis nach Sizilien. Und zugegebenermaßen ist es natürlich schwierig, vor lauter sehenswerter Ecken die wahren Goldstücke herauszupicken. Weil das erfahrungsgemäß schwierig bis subjektiv nicht möglich ist, hat uns diese Arbeit der Vereinigung „I borghi più belli d‘Italia“ abgenommen. Was uns natürlich schon immer klar war, findet nun auch in deren bekannter Liste der schönsten Orte Anklang: Unter den Titelträgern befindet sich neben dem Erstplatzierten Rassa im Piemont und seinem Verfolger Bagolino in der Lombardei ein prominenter Vertreter aus unserer Region in Südtirol.

Trentino-Südtirol: Diese Ort sind ausgezeichnet

I borghi più belli d’Italia ist der Name des Zusammenschlusses, der sich zur Aufgabe gemacht hat, die Perlen des Landes zu finden und präsentieren. Es gehe dabei darum, das geht auf der Seite der Vereinigung hervor, “das große historische, künstlerische und kulturelle Erbe der kleinen italienischen Städte aufzuwerten und zu fördern”.

Die Dorfschätze liegen nämlich manchmal doch abseits der großen Touristenströme und bieten dabei kulturell, baulich und kulinarisch so viel mehr als es vielleicht auf den ersten (mitunter unscheinbaren) Blick scheint. Weit über 300 Orte sind bereits Teil der Vereinigung, Jahr um Jahr erhält die Liste weitere Einträge.

Die Liste an Einträgen der schönsten Orte Italiens umfasst allein in Südtirol und dem Trentino folgende Orte:

  • Bondone (knapp 200 km von der Post entfernt)
  • Borgo Valsugana (150 km weg)
  • Caldes (140 km)
  • Canale (130 km)
  • Glurns (150 km)
  • Kastelruth (52 km)
  • Klausen (38 km)
  • Neumarkt (95 km)
  • Luserna (160 km)
  • Mezzano (220 km)
  • Ossana (170 km)
  • Pieve Tesino (175 km)
  • Rango (160 km)
  • San Lorenzo in Banale (150 km)
  • Sèn Jan di Fassa (105 km)

Vor allem stolz sind wir natürlich, dass Sterzing mit dabei ist. Die Fuggerstadt liegt keine zehn Autominuten von unserer Hoteltür entfernt.

Was bewertet die Vereinigung “I borghi più belli d’Italia”?

Wie Vereinspräsident Fiorello Primi erklärt, wäre es zu kurz gedacht, den Begriff “borghi” wortwörtlich als Dörfer zu übersetzen. Denn es stecke mehr dahinter. Ein “borgo” (Einzahl von borghi) sei in der Regel eine befestigte Stadt aus der Zeit von Mittelalter bis Renaissance, meist um eine Burg oder Palast herum errichtet, umgeben von Verteidigungsmauern und -türmen.

Wie auch immer der einzelne Ort tatsächlich sei – ob “mittelalterlich oder aus der Renaissance, am Meer oder in den Bergen, auf dem Land oder am See” – er stehe für das weitgehend unbekannte Italien: “Eine Reise durch Kunst, Geschichte, künstlerische Schätze, wunderschöne Landschaften, Traditionen und Genüsse für ein einzigartiges und unvergessliches Reiseerlebnis”.

Um überhaupt Teil der schönsten Orte Italiens zu werden, legt die sogenannte Qualitätscharta Kriterien fest, die es einzuhalten gilt, um aufgenommen zu werden. Folgende Bedingungen muss der Ort erfüllen:

  • Natürliches und/oder architektonisches Erbe: Der größte Teil der Bebauung müsse aus historischen Gebäuden bestehen, die zusammen ein “ästhetisch homogenes Ganzes” bilden. Das Ganze müsse von der Gemeinde oder dem Ministerium für Kulturerbe und Umweltschutz zertifiziert sein.
  • Städtebaulich und architektonisches Erbe: Nicht nur müsse man über ein solches Erbe überhaupt verfügen, auch müsse dieses von wertvoller Qualität sein.
  • Politik der Aufwertung, Entwicklung, Förderung und Verbreitung: Ein solches Vorgehen müsse durch konkrete Maßnahmen, die wiederum eigenen bestimmten Kriterien unterliegen, nachgewiesen werden.